Schwarze Kleidung
Wer schwarze Kleidung trägt, will sich den Blicken anderer entziehen - so zumindest die ursprüngliche Idee. Bis heute hat dunkle Kleidung die Funktion behalten, dass sie ohne Worte eine Bitte an die Umwelt formuliert: "Ich trauere um einen geliebten Menschen und bin deshalb nicht so wie früher. Oft bin ich traurig und ich will, dass du das weißt." Sie markiert einen Schutzbereich. Manche Menschen tragen heute aber auch einfach aus Tradition schwarz oder wollen etwas anderes damit ausdrücken. Wer auf Menschen in dieser Situation behutsam zugeht und Anteil nimmt, achtet diesen Schutzbereich.
Grabsteine
Bereits in der Antike wurden auf Gräbern Stelen errichtet. Diese erinnern an einen aufrecht stehenden Menschen. So können sie das Leben auf dem Grabmal eines verstorbenen Menschen symbolisieren.
Auch die ersten Christen ehrten die Verstorbenen durch Grabpflege und Erinnerungskultur. Stein ist beständig. Unerschütterlich soll auch das Andenken sein. Die Form des Kreuzes erinnert an die Auferstehung. Die waagerechte Grabplatte aus Stein hatte ursprünglich wahrscheinlich den Zweck, den Leichnam vor der Exhumierung durch wilde Tiere zu schützen. Heute wird sie oft auf den Gräbern gewählt, die nicht regelmäßig gepflegt werden können.
Kränze
Der Brauch, Gräber zu schmücken, ist erst etwa 200 Jahre alt. Der Kranz ist dabei das Symbol für die Unvergänglichkeit. Der Kranz hat keinen Anfang und kein Ende. So auch Gottes Liebe und sein Wesen als Schöpfer: Er schafft die Welt immer wieder neu und aus Vergangenem geht neues Leben hervor.